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Wer eine Fitnesstrainer-Ausbildung anstrebt, sollte auf die staatliche Zertifizierung achten

Fitnesstrainer Ausbildung

"Fitnesstrainer" ist in Deutschland ein so wenig geschützter Begriff wie "Personal Trainer" oder "Ernährungsberater". Seriöse Kurse und Fitnessstudios arbeiten daher nur mit Fitnesstrainern, deren Ausbildung durch eine Lizenz nachgewiesen ist und von staatlichen Organen abgenommen wurde.

Diese Voraussetzungen gelten für die Ausbildung und die Lizenz als Fitnesstrainer

Grundsätzlich kann sich jeder zum Coach im Fitnessbereich ausbilden lassen, doch eigene sportliche Leidenschaft und Freude am Umgang mit Menschen sollten natürlich schon vorhanden sein. Den Einstieg in die berufliche Tätigkeit als Trainer bildet die sogenannte B-Lizenz, die für die Arbeit in seriösen Fitnessstudios erforderlich ist. Sie ist ohne Vorkenntnisse mit dem vollendeten 18. Lebensjahr oder bei Zustimmung der Eltern bereits ab 16 zu erlangen.

Da die Verdienstmöglichkeiten als angestellter oder auch selbstständiger Trainer mit der Höhe der Qualifikation steigen, erwerben viele Absolventen im Anschluss auch die A-Lizenz, die höchste Qualifikationsstufe als Fitnesstrainer. Danach stehen weitere vielseitige Möglichkeiten offen, sich über Zusatzqualifikationen breiter aufzustellen. Denkbar sind die Lizenzierung für spezielle Sportarten wie Yoga oder Pilates,eine methodische Spezialisierung wie Faszientraining oder Kinesio-Taping, die Abstimmung auf bestimmte Zielgruppen im Senioren- oder Kindertraining sowie die Zusatzausbildung zum Ernährungsberater oder Personal-Trainer.

Entscheidend ist die staatliche Prüfung der angestrebten Fitnesstrainer-Ausbildung

Da die Berufsbezeichnung "Fitnesstrainer" wie erwähnt nicht geschützt ist, müssen Absolventen für ihre Ausbildung darauf achten, welche Rahmenbedingungen der jeweilige Anbieter erfüllt. Für die vielen als Online-Unterricht angebotenen Studiengänge ist beispielsweise die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zuständig, sie prüft und zertifiziert die Marktteilnehmer. Schulungen ohne ZFU-Prüfung können unkontrollierte Inhalte als Ausbildung anbieten.

Seit 1978 überwacht die ZFU die methodische, didaktische und verbraucherrechtliche Qualität von Fernlehrgängen. Die rechtliche Grundlage dabei ist das zum Jahreswechsel 1977 in Kraft getretene und im September 2013 zuletzt novellierte Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG). Alle unter dem FernUSG angebotenen Fernkurse sind staatlich zulassungspflichtig und dürfen andernfalls in Deutschland nicht vertrieben oder beworben werden. Den Antrag auf Zulassung müssen Anbieter von Fernunterricht und Fernstudium selbstständig stellen. Ohne eine Zulassung werden Fernlehrgänge nur registriert, unterliegen keiner inhaltlichen Überprüfung und besitzen rechtlich lediglich den Status eines Kurses zur "Freizeitgestaltung".

Warum verzichten manche Anbieter dennoch auf das ZFU-Siegel?

Obwohl nur das ZFU-Zertifikat die Qualität eines Fernlehrganges sichert, können es nicht alle Anbieter vorweisen. Das kann zweierlei Ursachen haben: Entweder ist die Ausbildung so konzipiert, dass über die Hälfte der Schulung im räumlichen und zeitlichen Präsenzunterricht stattfindet - oder sie verzichtet auf eine individuelle Lernerfolgskontrolle. Beides kann methodisch begründet sein. Naheliegender ist allerdings, dass hier gespart werden soll: Für die Dauer des Zulassungsprozesses und die Prüfung durch die ZFU entfallen Einnahmen, gegebenenfalls angemahnte Mängel müssen überarbeitet werden, zudem sind zertifizierte Fernlehrinstitute verpflichtet, ihre Materialien stets strukturiert an neue fachliche und didaktische Anforderungen anzupassen.

Das Fehlen des ZFU-Siegels muss daher nicht automatisch mindere Qualität und Seriosität einer Ausbildung bedeuten. Absolventen in spe sollten sich dennoch auf die sichere Seite begeben: Nicht umsonst kontrolliert die ZFU alle Anbieter auf dem deutschen Markt auf Methodik, Didaktik sowie fachliche Eignung und schützt Verbraucher als externe und unabhängige Instanz vor defizitären Angeboten. Warum also sollten ausgerechnet Fernlehrgänge zum Fitnesstrainer und ihre Absolventen freiwillig auf ihr Zertifikat verzichten?