advertorial
stock.adobe.com/Anastasia Gaikova
stock.adobe.com/Anastasia Gaikova

Brainswitch: Wie eine neue Kokain-Therapie Süchtigen helfen kann

Kokain Therapie

Die Kokainsucht ist kein Makel, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung. Der Konsum führt zu Veränderungen im Gehirn, die die Betroffenen in der Sucht halten. Mit einer neuen Therapie können die Nervennetzwerke durch Neuromodulation wiederhergestellt werden. Doch lässt sich die Abhängigkeit wirklich aus dem Gehirn löschen?

Kokain in Deutschland: Ein wachsendes Problem

Zwar werden die meisten Drogendelikte hierzulande noch immer im Zusammenhang mit Cannabis registriert, doch bei keiner anderen Droge steigt die Zahl der erfassten Straftaten so stark wie bei Kokain. Allein 2019 verzeichnete das Bundeskriminalamt einen Anstieg von zwölf Prozent. Die höhere Verfügbarkeit des Stoffes spiegelt sich auch in der Anzahl der Konsumenten wider: Kokain ist schon lange keine "Elite-Droge" mehr, sondern wird heute über weite Teile der Gesellschaft hinweg genommen.

Bedenklich ist dabei vor allem, dass die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit bei Kokain deutlich höher ist als bei anderen Rauschmitteln. Spätestens wenn sich der Konsum auch auf den Alltag überträgt, sind die Folgen oft dramatisch. Soziale Beziehungen werden vernachlässigt, die Erledigung beruflicher Aufgaben wird zunehmend schwieriger und die finanzielle Belastung wächst. Um die Situation für sich erträglicher zu machen, suchen viele Kokainabhängige erneut den Konsum - und verschlimmern dadurch Schritt für Schritt ihre Lage.

Bevor sich Kokainsüchtige dazu entschließen, eine Therapie zu machen, versuchen sie häufig zunächst, den Konsum selbst in den Griff zu bekommen. Meistens lässt sich die Abhängigkeit jedoch nicht durch Willenskraft allein brechen. Viele Therapien vereinen daher verschiedene Ansätze, um Menschen mit Suchterkrankungen zu helfen. Neben verhaltenstherapeutischen Verfahren und dem Einsatz von Substituten spielt dabei auch die Rückfallprophylaxe, beispielsweise durch Sport und Entspannungstechniken, eine Rolle.

Raus aus der Sucht: Wie eine Kokain-Therapie helfen kann

Eine neue und vielversprechende Kokain-Therapie ist die sogenannte Brainswitch-Therapie, die auf Methoden sowohl der Psychotherapie als auch der Neuromodulation beruht. Sie geht davon aus, dass auch die neuronalen Strukturen im Gehirn behandelt werden müssen, um die Sucht erfolgreich beenden zu können. Diese Annahme beruht auf der Feststellung, dass das Kokain die Funktion der Nervennetzwerke stört und Botenstoffe in ihrer Zusammensetzung verändert. Weil diese Veränderungen zu einer Aufrechterhaltung der Sucht beitragen, sind willentliche Anstrengungen und Gesprächstherapien allein nicht ausreichend, um gegen die Abhängigkeit anzugehen.

Um die Gehirnfunktionen wieder zu optimieren, kommen bei der Therapie verschiedene Verfahren zum Einsatz, mittels derer die betroffenen Areale stimuliert werden. Die Aktivierung bestimmter Gehirnbereiche durch elektromagnetische oder elektrische Reize ist dabei nicht neu. Die Methode wird bereits weltweit eingesetzt, um etwa Depressionen oder Angsterkrankungen zu behandeln. Auch bei Suchterkrankungen kann das Gehirn auf diese Weise wieder in seinen gesunden Zustand zurückversetzt werden. Unterstützt wird dieser Prozess durch Ketamin-Infusionen, die speziell der Optimierung der Neurotransmittersysteme dienen.

Zusätzlich werden im Rahmen der Therapie auch verhaltenstherapeutische Gespräche geführt, die das Änderungsverhalten der Suchterkrankten verbessern sollen. Um den Konsum außerhalb des Behandlungszeitraums besser kontrollieren zu können, erhalten die Patienten außerdem Acetylcystein zur Abschwächung der sogenannten Cravings, dem starken Verlangen, wieder Drogen zu nehmen.

Brainswitch in Deutschland: Professionelle Behandlung durch Experten in Lüneburg

Die Effekte der Therapie können sich sehen lassen: Nach dem Ende der Behandlung können die Patienten ihre Gedanken und Impulse besser kontrollieren, sie lernen, auch in schwierigen Situationen alternative Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und Entscheidungen zu treffen, die weniger risikobehaftet sind. Die Cravings werden in ihrer Intensität deutlich reduziert oder verschwinden sogar ganz.

In Deutschland wird die Brainswitch-Therapie noch recht selten angeboten. Ein Vorreiter auf dem Gebiet ist Dr. med. Dipl. Biol. Peter Tamme, der seine Patienten in einem der größten Neuromodulationszentren Europas in Lüneburg behandelt. Aufgrund seines innovativen Ansatzes wurde Tamme 2021 vom "FOCUS" als Top-Mediziner im Bereich der Suchterkrankungen ausgezeichnet.

Die Behandlung der Patienten erfolgt ambulant in drei Blöcken über einen Zeitraum von jeweils zehn Tagen. Für die Zeit der Behandlung stehen den Patienten praxisnahe Ferienwohnungen zur Verfügung, von denen aus sie täglich für ein bis zwei Stunden in die Praxis von Dr. Tamme kommen. Die Kontaktaufnahme für die Kokain-Therapie erfolgt durch das Ausfüllen eines Fragebogens. Im Anschluss meldet sich das Praxispersonal, um zu klären, ob eine Behandlung mittels Brainswitch notwendig und zielführend ist.