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Sanierung von Corona-geplagten Unternehmen: Restrukturierung mit dem Planverfahren

Sanierung Corona

Die COVID-19-Pandemie hat viele Unternehmen in eine ernste wirtschaftliche Situation geführt. Restaurants und Geschäfte bleiben weiterhin geschlossen, die Lieferketten sind unterbrochen, die Konsumtätigkeit der Verbraucher geht zurück. Das ifo-Institut geht derzeit von rund 750.000 Unternehmen allein in Deutschland aus, deren Existenz akut bedroht ist. Dass die Zahlen der Insolvenzanmeldungen 2020 positiv aussehen, hängt mit der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht zusammen. Noch bis zum 30. April 2021 sind Unternehmer nicht verpflichtet, einen Insolvenzantrag zu stellen. Doch früher oder später wird sie kommen: die Corona-Pleitewelle. Das IW Köln rechnet 2021 mit 23.250 Insolvenzen. Doch für betroffene Unternehmen können sich auch Alternativen zum klassischen Insolvenzverfahren ergeben – zum Beispiel durch eine erfolgreiche Unternehmenssanierung.

Sanierung mit Planverfahren: Vermeidung der Insolvenz durch Restrukturierung

In einem Insolvenzverfahren sehen sich Unternehmer häufig der Angst einer notwendigen Aufgabe der eigenen Firma gegenüber. Der Verlust oder die Zerschlagung des eigenen Unternehmens durch Verkauf oder Liquidation in einem Insolvenzverfahren sind häufig ernstzunehmende Szenarien bei einer drohenden Pleite. Doch es bestehen Alternativen. Sehen Unternehmer realistische Ansätze, sich strukturell aus ihrer wirtschaftlichen Schieflage zu befreien, ist ihnen dringend zu empfehlen, sich mit der Möglichkeit einer umfassenden Restrukturierung auseinanderzusetzen. Hierbei ist das Instrument der Sanierung durch Planverfahren eine gute Möglichkeit, um den Verlust des Betriebs zu vermeiden. Die einzelnen Schritte sind genau abzustimmen und zu koordinieren. Zunächst stellt man einen Restrukturierungsplan auf. Im Erörterungs- und Abstimmungstermin stimmen die Gläubiger – in Gruppen eingeteilt – über den Sanierungsplan ab. Nur wenn alle Gläubigergruppen zustimmen oder abweichende Gläubiger durch das Obstruktionsverbot überstimmt wurden, kann das Gericht den Plan absegnen. Welche Regelungen in dem Restrukturierungsplan getroffen werden, ist weitgehend freigestellt. So können sich Schuldner und Gläubiger auf einen Forderungsverzicht, auf Stundungen oder auch die Kündigung von Verträgen einigen. Das Verfahren ist eng an das in den USA sehr erfolgreiche Chapter-11-Verfahren angelehnt. Dazu gibt es weitere Optionen und die Vorteile sind vielfältig:

• Sicherung des Fortbestands des Unternehmens
• Vermeidung der Auseinandersetzung der Gesellschaft durch einen Insolvenzverwalter
• Fortführung durch die bisherigen Management-Ressourcen möglich
• Vorschlagsrecht des Schuldners für die Bestellung eines vorläufigen Sachverwalters
• Stundung oder Verzicht von Forderungen seitens der Gläubiger möglich
• Ausnutzung von Steuervorteilen
• Unbürokratische und schnelle Umsetzung der Restrukturierung
• Konzessionen/Lizenzen, die für das Unternehmen nötig sind, können weiter genutzt werden
• Beendigung oder Fortführung laufender Verträge möglich
• Umwandlung von Forderungen in Unternehmensanteile möglich (Debt-to-Equity-Swap)
• Freie Regelung des Plans im Rahmen der Möglichkeiten des Gesellschaftsrechts
• Fortführung von erforderlichen Geschäftsbeziehungen

Neuregelung des Sanierungsrechts: Restrukturierung wider Willen

Zum 1. Januar 2021 ist das neue Sanierungs- und Insolvenzrecht in Kraft getreten, das Mitte Dezember im Schnellverfahren beschlossen wurde. Damit wurde unter anderem auch die EU-Richtlinie zu "Präventiven Restrukturierungsrahmen" in nationales Recht umgesetzt. Die neuen Sanierungsinstrumente ermöglichen es Unternehmern, ohne gerichtliches Verfahren eine Restrukturierung anzustreben. Voraussetzung ist, dass die Zahlungsunfähigkeit noch nicht eingetreten ist. Im Gegensatz zur bisherigen freien Sanierung ist im neuen Sanierungsrecht nicht mehr die Zustimmung aller Gläubiger erforderlich. Auch wenn nur ein Teil der Gläubiger zustimmt, kann das Unternehmen die Restrukturierung durchführen. Leider ist das Verfahren recht komplex aufgebaut, sodass die Sinnhaftigkeit dieser Option stets genau und unter fachlicher Beratung abgewogen werden muss.

Kurz vor der Verabschiedung gab es im Gesetzentwurf noch einmal weitreichende Änderungen. Insbesondere wurde das umstrittene Recht des Schuldners gestrichen, laufende Verträge gerichtlich beenden zu lassen, wenn der Vertragspartner nicht zu Änderungen oder einer Beendigung bereit ist. Dies wurde als starker Einschnitt des Vertrauens in die Vertragstreue gewertet. Zudem wurden Pflichten bei drohender Zahlungsunfähigkeit und Vorschriften zur Haftung gestrichen, die zu Unsicherheiten bei Geschäftsführern geführt hätten.

Sanierung von Corona-geplagten Unternehmen

Unternehmen in der Krise benötigen Unterstützung und Beratung im Hinblick auf die mögliche Restrukturierung und Sanierung ihres Betriebs. Die in Minden und Hameln ansässige Kanzlei Höltershinken & Kollegen betreut unter der Leitung des Fachanwalts für Insolvenzrecht Stephan Höltershinken bereits seit mehr als 20 Jahren Unternehmen auf ihrem Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Dabei bauen die Sanierungsexperten auf die lösungsorientierte Beratung, um mögliche Wege aus der Krise aufzuzeigen. Sie erstellen Sanierungskonzepte, beraten Geschäftsführer und Gesellschafter bei Sanierungen und Restrukturierungen und begutachten Fortbestehungsprognosen.

Die Experten der Kanzlei Höltershinken & Kollegen haben in den vergangenen Jahren schon oft Tätigkeiten im Management von Krisen- und Insolvenzsituationen übernommen, über verschiedenste Branchen und Unternehmensgrößen hinweg. Mit einer einzigartigen Kombination aus langjähriger juristischer Erfahrung und betriebswirtschaftlicher Expertise betrachtet das Team aus Rechtsanwälten und Steuerberatern die Sanierung des Unternehmens aus allen notwendigen Perspektiven ganzheitlich. Dank gezielter Fortbildungen kann auch das neue Sanierungsrecht direkt umgesetzt werden.